2025 PC Market Surge: Tariffs and Windows 10 Retirement Drive US Markets, Concept art for illustrative purpose, tags: und - Monok

PC-Verkäufe schießen 2025 in die Höhe, da Zölle und der Windows-Wechsel Käufer unter Druck setzen

Deutschland mag zwar nicht das Epizentrum des aktuellen Booms auf dem PC-Markt sein, aber die globalen Trends wirken sich unabweisbar aus.

Anfang dieses Jahres legten die weltweiten PC-Lieferungen sprunghaft zu – allerdings nicht wegen schillernder neuer Geräte, sondern aufgrund drohender Handelspolitiken und anstehender Software-Deadlines, die zu einer Welle vorsorglicher Käufe führten.

Im Mittelpunkt dieses Aufschwungs stehen zwei Faktoren: das bevorstehende Ende des Windows-10-Supports im Oktober und wachsende Befürchtungen bezüglich US-Zöllen auf Elektronik unter der Trump-Administration.

Diese Entwicklungen veranlassten die Anbieter, ihr Inventar schneller abzubauen, und die Käufer – vor allem in den USA und Japan – dazu, ihre Systeme proaktiv aufzurüsten. Laut Gartner erreichten die weltweiten PC-Lieferungen im ersten Quartal 2025 fast 59 Millionen Einheiten, was einem Anstieg von 4,8 % im Jahresvergleich entspricht. IDC schätzte die Zahl sogar noch höher mit 63,2 Millionen.

Nachfrage aus Notwendigkeit

In den USA stiegen die Lieferungen um 12,6 %, da Unternehmen darum rangen, Preiserhöhungen zu entgehen. Auch in Japan war ein ähnlicher Schub zu verzeichnen – getrieben durch Windows-11-Upgrades und ein staatlich gefördertes Programm zum Austausch von Chromebooks. An der Spitze der globalen Anbieter-Rangliste lieferte Lenovo über 15 Millionen Einheiten aus, gefolgt von HP, Dell, Apple, Acer und ASUS. HP blieb im US-Markt dominant und lieferte 4,1 Millionen Einheiten.

Doch dieser Ansturm beruht auf Notwendigkeit, nicht auf Begeisterung. Viele ältere PCs erfüllen nicht die Hardwareanforderungen von Windows 11, was Verbraucher und Unternehmen dazu zwingt, ansonsten noch funktionstüchtige Geräte zu ersetzen. Dieser Wandel führt in ganz Europa – auch in Deutschland – zu Besorgnis über zunehmenden Elektroschrott und die kurze Lebensdauer moderner Geräte.

Analysten warnen, dass dieses Wachstum nicht von Dauer sein wird. Sobald die Windows-10-Frist abgelaufen ist und sich die Handelspolitiken stabilisieren, wird ein Nachlassen der Nachfrage erwartet. Derzeit handelt es sich um einen Boom, der nicht aus Begeisterung, sondern aus Vorsicht und Unsicherheit entstanden ist.